Rückkehr nach 1 Jahr Abordnung trotz nicht vorhandener Arbeitstunden

    • Rückkehr nach 1 Jahr Abordnung trotz nicht vorhandener Arbeitstunden

      Viele Kollegen werden für 1 Jahr abgeordnet und kehren dann an ihre Schulen wieder zurück. Besteht eigentlich noch ein Anspruch darauf, wenn die Schülerzahl weiter abnimmt und somit keine Stunden da sind zum unterrichten. Oder macht es Sinn ,diese Kollegen wieder einzusetzen und dafür jemand anderen gehen zu lassen. Es wäre ein ständiges Wechseln der Klassenlehrer vorprogrammiert und bringt, besonders in einer Förderschule, viel Unruhe.

      Welche Position vertritt der Personalrat?

      Haben abgeordnete Kollegen einen Rechtsanspruch auf Rückkehr, da die Abordnung nur für 1 Jahr festgelegt wurde?
    • Eine generelle Antwort kann es nicht geben. Gerade in dem beschriebenen Fall muss der Einzelfall betrachtet werden.

      Sicher ist es problematisch, zurückkehrende Lehrkräfte nur dann einsetzen zu können, wenn andere dafür aus dem Unterricht herausgelöst werden. Wenn dann außerdem wiederum eine Abordnung ansteht, und ein anderer gehen muss, der in das System des Unterrichts eingebunden war, finden das viele sinnlos und ungerecht.

      Andererseits hat der Rückkehrer den anderen Lehrkräften diese Abordnung erspart und möchte nun auch wieder "normal" arbeiten. Wenn "keine Stunden mehr da sind", so sind sie für alle Lehrkräfte plus Rückkehrer "nicht mehr da". Man darf ja nicht vergessen, dass sich die Stammdienststelle der abgeordneten Lehrkraft nicht geändert hat, wie bei allen anderen auch nicht.

      Entscheidend sind eher die persönlichen Situationen der Lehrkräfte. Diese spiegeln sich größtenteils in den so genannten Sozialpunkten wider, aber auch bisherige Abordnungen und andere Fakten, die die Zumutbarkeit beeinflussen, spielen eine große Rolle.

      Man versucht tatsächlich relativ objektiv eine Entscheidung zu treffen, die bei Einzelnen (fast) immer subjektiv als ungerecht eingeschätzt wird. Die Hinweise der Personalräte der Schulen helfen dem Lehrerbezirkspersonalrat bei diesen schwierigen Einschätzungen.